Bildungspaket

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22.8.2011

Fußball spielen im Verein, Mittagessen in der Schulkantine, ein Klassenausflug in den Tierpark oder die nötige Lernförderung, wenn es in der Schule klemmt - für viele Kinder und Jugendliche war das aus finanziellen Gründen oft nicht möglich. Das Bildungspaket versucht, dies zu ändern.


Im Bildungspaket können in folgenden Bereichen finanzielle Unterstützungen erfolgen:

Kultur, Sport, Mitmachen:
Bedürftige Kinder und Jugendliche sollen in der Freizeit nicht ausgeschlossen sein, sondern bei Sport, Spiel oder Kultur mitmachen. Deswegen wird zum Beispiel der Beitrag für den Sportverein oder für die Musikschule in Höhe von monatlich bis zu 10 Euro übernommen.

Schulbedarf und Ausflüge:
Damit bedürftige Kinder und Jugendliche mit den nötigen Lernmaterialien ausgestattet sind, wird ihnen zwei Mal jährlich ein Zuschuss gezahlt, zu Beginn des Schuljahres 70 Euro und im Februar 30 Euro – insgesamt 100 Euro. Zudem werden die Kosten eintägiger Ausflüge in  Schulen und Kitas finanziert. Mehrtägige Klassenfahrten werden wie bisher erstattet.

Mittagessen in Kita, Schule und Hort:
Einen Zuschuss fürs gemeinsame Mittagessen gibt es dann, wenn Kita, Schule oder Hort ein entsprechendes Angebot bereithalten. Der verbleibende Eigenanteil der Eltern liegt bei einem Euro pro Tag.

Schülerbeförderung:
Insbesondere wer eine weiterführende Schule besucht, hat oft einen weiten Schulweg. Sind die Beförderungskosten erforderlich und werden sie nicht anderweitig übernommen, werden diese Ausgaben erstattet.

Ein besonders wichtiger Bereich im Bildungspaket im Hinblick auf das spätere Berufsleben ist der Bereich der Lernförderung. Schüler/innen, die Gefahr laufen, sitzen zu bleiben, können durch Angebote der Lernförderung (z.B. Nachhilfe) versuchen, die Versetzung zu erreichen:
Bedürftige Schülerinnen und Schüler können Lernförderung in Anspruch nehmen, wenn nur dadurch das Lernziel - in der Regel die Versetzung in die nächste Klasse - erreicht werden kann. Voraussetzung ist, dass die Schule den Bedarf bestätigt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort kennen die Angebote und helfen dabei, das passende zu finden.


Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf das Bildungspaket, wenn ihre Eltern:

  • leistungsberechtigt nach dem SGB II sind (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld)
  • Sozialhilfe
  • leistungsberechtigt nach § 2 AsylbLG sind
  • Wohngeld oder
  • den Kinderzuschlag

bekommen.

Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bekommt, wendet sich für Leistungen aus dem Bildungspaket in der Regel an das Jobcenter Kyffhäuserkreis. Dort wird der Antrag gestellt und von dort wird auch monatlich das Geld überwiesen.

Jobcenter Kyffhäuserkreis

Bereich Sondershausen: Schachtstraße 45, 99706 Sondershausen

Bereich Artern: Sangerhäuser Straße 36, 06556 Artern

Tel: 03632/616175, Fax: 03466/ 363211190

Sprechzeiten: Mo, Do, Fr: 7.30 - 13.00 Uhr sowie Di 7.30 - 18.00 Uhr


Für Familien, die Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten oder leistungsberechtigt nach § 2 AsylbLG sind, ist das Landratsamt/ Jugend- und Sozialamt im Kyffhäuserkreis zuständig.

Landratsamt Kyffhäuserkreis

Jugend- und Sozialamt Kyffhäuserkreis, Am Schlosspark 2, 99706 Sondershausen

Tel: 03632/ 741550 oder 03632/ 741578, Fax: 03632/ 741750

Sprechzeiten: Di: 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr sowie Do: 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr


Antragsformulare gibt es auf der Seite www.kyffhaeuser.de unter Forlmulare --> Sozialamt.

Weitere Informationen zum Bildungspaket gibt es unter www.bildungspaket.bmas.de.